Wiederherstellung

Die Wiederherstellungschirurgie hat das Ziel, anatomische Veränderungen und Funktionseinschränkungen, die durch Operationen entstanden sind, zu verbessern.

Wiederherstellende Operationen mittels Nah- und Fernlappentechniken

Im Rahmen der Tumorentfernung erfolgt üblicherweise eine primäre Rekonstruktion. Trotzdem ist es leider nicht möglich, Gewebe im Kopf-Hals-Bereich zu entfernen, ohne kleinere oder größere funktionelle und z.T. ästhetische Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Das oberste Ziel einer Tumoroperation ist die komplette Entfernung des bösartigen Gewebes.

Wiederherstellende Operationen können die Tumorentfernung und ihre Folgen nicht ungeschehen machen, sondern es ist das Ziel, die vorhandene Situation funktionell und ästhetisch zu verbessern. Dabei ist es insbesondere im Kopf-Hals-Bereich sehr anspruchsvoll, verloren gegangenes Gewebe zu ersetzen, weil die anatomischen Bedingungen sehr komplex sind, und die Ergebnisse direkt zu sehen sind. Dies setzt ein hohes Maß an klinischer und operativer Erfahrung des Chirurgen voraus.

Verschiedene Vorgehensweisen müssen sorgfältig gegeneinander abgewogen werden, um eine Verbesserung der Situation zu erzielen.

Häufig ist es möglich, ortsständiges, d.h. benachbartes Gewebe zur Verbesserung der Funktion und Ästhetik zu verwenden. Diese Technik bezeichnet man als Nahlappentechnik. Vorteilhaft ist, dass das Ausmaß der Operation in den meisten Fällen begrenzt ist, und der Eingriff häufig im Rahmen eines tagesstationären oder eines kurzen stationären Aufenthaltes durchzuführen ist. Des Weiteren sind benachbarte Gewebe, wie z.B. im Falle der Haut, dem zu ersetzenden Gewebe am ähnlichsten, so dass häufig gute ästhetische Ergebnisse erzielt werden können. Sofern diese Art der Operation möglich ist, stellt sie für uns die erste Wahl dar.

Bei ausgedehnteren Defekten ist es z.T. unumgänglich, Gewebe aus anderen Körperregionen zu entnehmen und es an den benötigten Ort zu verpflanzen (transplantieren). Ab einer bestimmten Transplantatgröße ist es erforderlich, das Überleben des Transplantats durch eine eigene Blutversorgung (Zu- und Abfluss) zu sichern. Durch die heutige Technik ist man in der Lage, das transplantierte Gewebe durch (mikrochirurgische) Gefäßanschlüsse zu versorgen. Auch diese Technik bietet verschiedene Vorteile: es können größere Gewebetransplantate gewonnen werden und vorgeschädigtes Gewebe kann mit unbelastetem Gewebe ersetzt oder ergänzt werden. Diese Operationstechnik ist meistens nur im Rahmen eines längeren, rund 10-bis 14-tägigen stationären Aufenthalts umsetzbar, da eine intensive Überwachung nach der Operation notwendig ist, um das Einwachsen des Transplantats zu überwachen.

Speziell der Gesichtsbereich stellt eine besondere ästhetische Herausforderung dar, die von erfahrenen Gesichtschirurgen beurteilt werden sollte. Daher ist es wichtig, mit Ihnen gemeinsam das optimale Behandlungskonzept sorgfältig und individuell auszuwählen.

Gerne stehen wir Ihnen für ein beratendes Gespräch zur Verfügung.